Transformative Stabilisierung und exponentielles Geflecht. Eine Replik
DOI:
https://doi.org/10.17879/sun-2026-10289Schlagworte:
Symposium zu Emanuel Deutschmann – Die Exponentialgesellschaft, ReplikAbstract
„It’s a show about nothing.“ Mit diesen Worten pitchen die Charaktere Jerry und George in der vierten Staffel der US-Serie Seinfeld aus dem Jahr 1992 dem Sender NBC eine Idee für eine Sitcom, die wie die tatsächliche Sitcom Seinfeld funktioniert: unterhaltsame Episoden aus dem Alltagsleben der Protagonist*innen, ohne besonderen Fokus oder Erzählstrang. Der Witz besteht darin, dass die beiden dies vor den TV-Bossen nicht weiter aufklären, sondern immer wieder nur auf diese Formel rekurrieren: „a show about nothing“. Vielleicht ist mein Buch Die Exponentialgesellschaft als Gegenstück dazu als ‚a book about everything‘ zu verstehen: Es geht um so ziemlich alles, und zwar sowohl thematisch (von Klimakrise und Mobilität über Künstliche Intelligenz und Pandemie bis hin zu Alterung und Ungleichheit) als auch was die Bearbeitung der fundamentalen Krisen angeht, die im Fokus stehen: es geht um alles, um unser aller Zukunft. Da fast alle Gesellschaftsbereiche heute von exponentiellem Wachstum betroffen sind, sind sie auch alle Thema des Buches. Aber ‚alles‘ passt eben nicht in ein einzelnes Buch, auch wenn es über 400 Seiten umfasst. Ein ‚book about everything‘ wird immer Leerstellen haben, so sehr man sich auch vornimmt, möglichst ausgewogen und global umfassend alles (und alle) mitzudenken.
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