Gute Arbeit und Natur

Neuverhandlungen von Naturverhältnissen in Arbeitsbeziehungen der Abfall- und Recyclingbranche

Autor/innen

  • Christian Helge Peters

DOI:

https://doi.org/10.17879/sun-2026-9391

Schlagworte:

Arbeitsbeziehungen, Gute Arbeit, Naturverhältnisse, ökologische Transformation, Sorgearbeit

Abstract

In Untersuchungen zur „guten Arbeit“ werden gesellschaftliche Naturverhältnisse oder im weiteren Sinne „die Natur“ selten mitberücksichtigt, um die Merkmale guter Arbeit zu bestimmen. Vor dem Hintergrund gegenwärtig krisenhafter Naturverhältnisse ist dies problematisch, weil so die Bedingungen und Möglichkeiten ökologischer Arbeitsbeziehungen aus dem Blick geraten. Anhand von Interviewmaterial aus der Abfall- und Recyclingbranche wird diese Lücke bearbeitet und ein ganzheitlicherer, natursensibler Begriff von guter Arbeit entwickelt, der Naturverhältnisse konstitutiv einbezieht und dadurch nachhaltige Formen von Arbeit mitdenkt. Aus den Interviews geht hervor, dass gute Arbeit, die zum Schutz, zum Erhalt und zur Erneuerung der Natur beiträgt, entgrenzt ist, weil sie über die Bereiche von Betrieb und Lohnarbeit hinausgeht und auch Sorgepraktiken miteinbezieht. Auf diese Weise ermöglicht diese Arbeit zugleich Politisierungsprozesse und neue Formen der Solidarität. Darüber hinaus hat sie ein transformatives und utopisches Potenzial, indem sie auf die Etablierung nachhaltiger Arbeitsbeziehungen mit der Natur zielt.

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Veröffentlicht

2026-03-13

Zitationsvorschlag

Peters, C. H. (2026). Gute Arbeit und Natur: Neuverhandlungen von Naturverhältnissen in Arbeitsbeziehungen der Abfall- und Recyclingbranche. Soziologie Und Nachhaltigkeit, 12(1), 41–58. https://doi.org/10.17879/sun-2026-9391