Ästhetik und (Ver-)Lust: Künstlerische Praktiken jenseits der Apokalypse

Autor/innen

  • Sebastian Matthias
  • Tobias Rausch

DOI:

https://doi.org/10.17879/sun-2026-9883

Schlagworte:

Verlust, Palliative Turn, positiver Präsentismus, nicht-menschliche Akteur*innen, Haltungstransformation, Subjektposition

Abstract

Der Beitrag untersucht performative Künste als „(Ver-)Lustarenen“, in denen Verlust nicht als zu kompensierender Mangel, sondern als ästhetisch produktive Ressource erfahrbar wird. Ausgehend von Andreas Reckwitz’ Verlustsoziologie wird gezeigt, wie künstlerische Arbeiten jenseits nostalgischer oder apokalyptischer Narrative Haltungen entwickeln, die Fortschrittsparadigmen hinterfragen. Anhand von drei Projekten aus den Performativen Künsten – EndExpo (Association for the Palliative Turn), TORNADO (Tobias Rausch) und x/groove space (Sebastian Matthias) – werden Strategien wie palliativer Präsentismus, das Staunen über nicht-menschliche Akteur*innen und der Verlust von Beobachterdistanz analysiert. Diese Ästhetiken ermöglichen Präsenz, Partizipation und eine lustvolle Annäherung an Unkontrollierbarkeit, Begrenztheit und Kontingenz. Der Text untersucht Verlust als Motor für Wahrnehmungs- und Handlungsexperimente, die eine produktive Beziehung zwischen Ästhetik und Nachhaltigkeit eröffnet.

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Veröffentlicht

2026-07-16

Zitationsvorschlag

Matthias, S., & Rausch, T. (2026). Ästhetik und (Ver-)Lust: Künstlerische Praktiken jenseits der Apokalypse. Soziologie Und Nachhaltigkeit, 12(1), 142–161. https://doi.org/10.17879/sun-2026-9883