The Internal Violence against Nature in the Farmer–Herder Conflict in Nigeria
DOI:
https://doi.org/10.17879/sun-2026-9948Schlagworte:
figurational sociology, farmer–herder conflict, internal violence, society–nature relations, Nigeria, sustainabilityAbstract
Dieser Artikel untersucht den Konflikt zwischen Landwirt*innen und Viehzüchter*innen in Nigeria aus prozess- und figurationssoziologischer Sicht. Er argumentiert, dass die aktuellen Interventionen in den gewalttätigen Konflikt die zugrunde liegenden ontologischen und relationalen Dynamiken der Gewalt nicht ansprechen. Abweichend von Erklärungen, die den Konflikt auf Ressourcenknappheit, Ethnizität oder Sicherheitsprobleme reduzieren, konzipiert der Artikel die Krise als interne Gewalt, die in historischen Sozialisierungen und sich verändernden Abhängigkeiten verwurzelt ist, die sich auf die Natur auswirken. Die Analyse zeigt, wie dieser Konflikt disruptive Figurationen zwischen Gemeinschaften sowie – verschärft durch klimatische, ökonomische und politische Transformationen – innerhalb der natürlichen Umwelt reproduziert. Das Verständnis der tieferliegenden Gewalt gegen die Natur, die dem Konflikt zugrunde liegt, ist wesentlich, um die breiteren Gewaltdynamiken zu begreifen. Die Bewältigung solcher Konflikte erfordert neben politischen und institutionellen Reformen auch eine grundlegende Transformation der Beziehungen zwischen Gemeinschaften und zur natürlichen Umwelt. Der Artikel trägt zu Debatten der Umweltsoziologie und Nachhaltigkeitsforschung bei, indem er die symbolischen und relationalen Dimensionen von Gewalt sowie deren Auswirkungen auf ökologische Resilienz und soziale Kohäsion hervorhebt.
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