Complex Figurations at Risk. Perspectives for Human and Non-Human Inhabitants of the Amazon.
DOI:
https://doi.org/10.17879/sun-2026-9954Schlagworte:
figuration, climate crisis, Amazon hinterland, non-humansAbstract
Die Klimakrise trifft den Amazonas. Die Austrocknung des Flusses und die intensive Hitze wirken sich auf Menschen wie Tiere aus. Rohstoffgewinnung, Abholzung, selektiver Holzeinschlag, Brandrodung und Umweltzerstörung haben vor Ort massive Auswirkungen. Dieses Essay möchte auf die Folgen dieser Entwicklung für die Zukunft der Menschen und Nicht-Menschen im Amazonasgebiet und darüber hinaus aufmerksam machen und argumentiert für eine Ausweitung der Klimaschutzinstitutionen – insbesondere den Handel mit Kohlenstoffzertifikaten – auf die Menschen, die im und vom Wald leben. Die dem Text zugrundeliegende Forschung ist bibliografisch, dokumentarisch und basiert auf Feldforschung sowie einem figurationssoziologischen Ansatz. Der Beitrag skizziert im letzten Teil konkrete Interventionen zum Schutz der Gemeinden im Amazonasgebiet vor Unternehmen, die unrechtmäßig Land für die Abholzung in Besitz nehmen. Dies umfasst die Wertschätzung lokaler Wissens- und Praxisformen, die Schaffung von Versuchsfeldern in den Gemeinden des Festlands und in den Auen, um Keimplasma- und Saatgutbanken aufzubauen, den Schutz der Gemeinden vor Akteuren, die das Gleichgewicht des Ökosystems gefährden, und die Verbesserung der Lebensbedingungen von menschlichen und nicht-menschlichen Bewohner*innen Amazoniens.
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