Care without Repair: Fungal Labour and the Limits of Restoration

Autor/innen

  • Jessica Croteau

DOI:

https://doi.org/10.17879/sun-2026-9955

Schlagworte:

decay, fungi, care, repair, nonhuman

Abstract

Klassische soziologische Ansätze haben untersucht, wie Ekel und Verfall aus der zivilisierten Gesellschaft verbannt werden sollten, während post-anthropozentrische Theorien dazu aufrufen, auch der Handlungsfähigkeit des Nicht Menschlichen Aufmerksamkeit zu schenken. Der Artikel greift beide Perspektiven auf und schlägt vor, dass die Auseinandersetzung mit der nichtmenschlichen Arbeit der Zersetzung durch Pilze die Unentbehrlichkeit von Verfall für das Gedeihen von multi-spezies Gemeinschaften sichtbar macht. Der Beitrag rückt Zersetzung als Nährquelle und weltbildenden Prozess ins Zentrum. Er erweitert so gängige produktivistische und erhaltende Verständnisse von Arbeit, Wert und Sorge, die human-zentrierte Ethiken strukturieren. Reparatur, die häufig als inhärent wohlwollend dargestellt wird, kann mitunter gewaltsame Kontinuitäten stabilisieren und fortdauernde Schädigungen legitimieren. Demgegenüber eröffnet das Pilzliche Möglichkeiten einer Sorge ohne Reparatur: ein ethisches Nicht-Handeln, das Verfall begleitet statt zu verhindern, weil dieser als Voraussetzung für multi-spezies Gedeihen anerkannt wird.

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Veröffentlicht

2026-07-09

Zitationsvorschlag

Croteau, J. (2026). Care without Repair: Fungal Labour and the Limits of Restoration. Soziologie Und Nachhaltigkeit, 12(2), 92–106. https://doi.org/10.17879/sun-2026-9955