Food for Thought: Changing Norms on Eating Animals in the Netherlands.

Autor/innen

  • Renske van der Maten
  • Eira Carballo-Cárdenas
  • Jan P.M. van Tatenhove

DOI:

https://doi.org/10.17879/sun-2026-9957

Schlagworte:

meat eating, the Netherlands, social norms, norm changing, figurations

Abstract

Forderungen nach einer nachhaltigen Transformation der Ernährungssysteme beinhalten die Notwendigkeit, Produktion und Konsum von Fleisch und Fisch zu reduzieren. Um zu verstehen, wie sich fleisch- und fischbezogene Ernährungsnormen in den Niederlanden entwickelt haben, haben wir Längsschnittdaten aus einem Frauenmagazin über einen 90-jährigen Zeitraum erhoben und eine Intranet-Diskussion einer Organisation analysiert, bei der eine fleischfreie Mitarbeiter*innen-Veranstaltung Konflikte auslöste. Die Daten wurden mittels figurationssoziologischer Konzepte analysiert. Unser Magazindatensatz zeigt eine deutliche Veränderung in der Darstellung und Häufigkeit der Einbindung von Fleisch oder Fisch. Mahlzeiten und Rezepte, die den Verzehr von Fleisch als Norm darstellen, nahmen im Zeitverlauf signifikant zu – ein Trend, der durch das Fallbeispiel bestätigt wird. Dies kann Aufschluss darüber geben, wie Normveränderungen stattfinden: Durch die Explikation der jeweils geltenden Norm kann zuweilen Raum für akzeptable Abweichungen entstehen. Um jedoch nachhaltigere Ernährungsweisen zu etablieren, könnten Veränderungen angesichts der zahlreichen und vielfältigen Figurationen von Menschen eine andere, vermittelte Form annehmen müssen, die situative Besonderheiten berücksichtigt.

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Veröffentlicht

2026-07-09

Zitationsvorschlag

van der Maten, R., Carballo-Cárdenas, E., & van Tatenhove, J. P. (2026). Food for Thought: Changing Norms on Eating Animals in the Netherlands. Soziologie Und Nachhaltigkeit, 12(2), 54–74. https://doi.org/10.17879/sun-2026-9957