Kriegserfahrungen „im Gepäck“

Pastoraltheologische Perspektiven auf die Begegnung mit geflüchteten Menschen

Autor/innen

  • Regina Polack Universität Wien, Katholisch-Theologische Fakultät, Institut für Praktische Theologie

DOI:

https://doi.org/10.17879/zpth-2026-9781

Abstract

Der Beitrag präsentiert auf der Basis zweier internationaler, qualitativ-empirischer Forschungsprojekte Interviewpassagen von Kriegsgeflüchteten aus Syrien. So wird den Menschen hinter den Zahlen von Flüchtlingsstatistiken eine Stimme verliehen. Zugleich werden die Textpassagen pastoraltheologisch interpretiert, um Lernfelder für die Kirchen zu identifizieren. Der Beitrag dokumentiert die Resilienz und „Agency“, aber auch die Traumatisierung der Geflüchteten, lässt deren Religiosität als Stimulus für katechetische Prozesse erkennen und plädiert angesichts von Rassismuserfahrungen für einen verstärkten gesellschaftspolitischen Einsatz der Kirchen. Dabei ist den Lebensgeschichten von Kriegsgeflüchteten Raum zu geben. Denn diese zu ignorieren, führt zur schleichenden Dehumanisierung und emotionalen wie politischen Verhärtung der Gesellschaft.

Drawing on two international, qualitative-empirical research projects, this article presents excerpts from interviews with war refugees from Syria. In this way, a voice is given to the people behind the figures in refugee statistics. At the same time, the text excerpts are interpreted from a pastoral-theological perspective in order to identify areas of learning for the churches. The article documents the resilience and ‘agency’ of the refugees, as well as their trauma; it highlights their religiosity as a stimulus for catechetical processes and, in light of experiences of racism, calls for greater socio-political engagement on the part of the churches. In doing so, space must be given to the life stories of war refugees. For to ignore them leads to creeping dehumanisation and the emotional and political hardening of society.

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Veröffentlicht

2026-06-29

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