Die Stiftung als Institution, formale Organisation und agile Plattform

Eine medien- und gesellschaftstheoretische Betrachtung philanthropischer Formen

Autor/innen

  • Pascal Goeke
  • Julia Burgold

DOI:

https://doi.org/10.17879/zts-2025-6219

Schlagworte:

Theorie der Stiftung, organisierte Philanthropie, Organisationswandel, Medientheorie

Abstract

Stiftungen gehören zu den vielschichtigsten Phänomenen der Vergangenheit und Gegenwart, doch mit Blick auf rund 5.000 Jahre Stiftungsgeschichte und allerjüngste Entwicklungen argumentieren wir, dass sich lediglich drei philanthropische Leitformen des Organisierens etabliert haben: Die Stiftung als Institution, als formale Organisation und als agile Plattform. Diese Formen, so die Argumentation, stehen in Bezug zum Überschusssinn der Verbreitungsmedien Schrift, Buchdruck und vernetzter Computer und bieten je eigene Formen der Komplexitätsreduktion an. Diese medientheoretische Perspektivierung und Erklärung des philanthropischen Formenwandels stellt sich nicht gegen gängige Erklärungen, die Stiftungswandel auf allgemeinen gesellschaftlichen Wandel zurückführen, ihn als Effekt philanthropischen Optimierungswillen deuten oder als Wille zur Macht skeptisch betrachten. Vielmehr bietet die medientheoretische Perspektive die Chance, diese unterschiedlichen Erklärungsansätze sinnhaft aufeinander zu beziehen und zu integrieren.

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Veröffentlicht

2026-06-08

Zitationsvorschlag

Goeke, P., & Burgold, J. (2026). Die Stiftung als Institution, formale Organisation und agile Plattform: Eine medien- und gesellschaftstheoretische Betrachtung philanthropischer Formen. Zeitschrift für Theoretische Soziologie, 14(1), 29–55. https://doi.org/10.17879/zts-2025-6219