Resonanz-Infrastrukturen. Zur Institutionalisierung von Resonanz in religiösen Organisationen
DOI:
https://doi.org/10.17879/sun-2026-10445Schlagworte:
Sozial-ökologische Transformation, Resonanztheorie, Faith-Based Organisations (FBOs), Resonanz-Infrastrukturen, NachhaltigkeitAbstract
Der Artikel untersucht, wie religiöse Organisationen (Faith-Based Organisations, FBOs) ökologische Anliegen langfristig in ihre organisationalen Strukturen integrieren und dadurch zur sozial-ökologischen Transformation beitragen. Ausgehend von Hartmut Rosas Resonanztheorie richtet der Beitrag den Blick nicht auf individuelle Resonanzerfahrungen, sondern auf die gesellschaftlichen und organisationalen Voraussetzungen resonanter Weltbeziehungen. Auf Grundlage einer qualitativen Sekundäranalyse von Experteninterviews mit Vertreter*innen religiöser Organisationen in Deutschland und der Schweiz werden fünf organisationale Mechanismen rekonstruiert: Übersetzung, Vermittlung, Rhythmisierung, Materialisierung und Reproduktion. Diese Mechanismen ermöglichen es, ökologische Anliegen religiös anschlussfähig zu machen, institutionell zu verankern und langfristig zu stabilisieren. Zur analytischen Bündelung dieser Befunde wird der Begriff der Resonanz-Infrastrukturen vorgeschlagen. Der Beitrag erweitert damit die Resonanztheorie um eine organisationssoziologische Perspektive und zeigt, dass sozial-ökologische Transformationen auf Organisationen angewiesen sind, die gesellschaftliche Herausforderungen dauerhaft aufgreifen, vermitteln und reproduzieren können.
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