Das Ästhetische zwischen Up- und Downcycling – Textile Transformationen und normative Orientierungen in der Bildung
DOI:
https://doi.org/10.17879/sun-2026-10114Schlagworte:
Bildung für nachhaltige Entwicklung, Ästhetische Bildung, Materialitä, Upcycling, nachhaltiger KonsumAbstract
Wie sich die Utopie einer sozial-ökologischen Transformation, ästhetische Bildung und gesellschaftliche Diskurse in der schulischen Praxis verbinden, steht im Mittelpunkt dieser transdisziplinären Beschreibung. Ausgangspunkt des Textes sind autoethnografische Daten und meine Erfahrung als Vermittlerin im Kontext der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). In einer Verschränkung von Kulturanthropologie und Praxistheorie analysiere ich ausgehend von einer ethnografischen Episode ein textiles Upcycling-Projekt, in dem sich Ansätze aus Kunst- und Kulturvermittlung mit BNE sowie allgemeinpädagogischen Konzepten und Schulentwicklungsfragen verbinden. Der Text zeichnet für die soziale Welt der schulischen Bildung nach, wie sich Transformationsansprüche in ästhetischen Arrangements repräsentieren und welche Normalitätsvorstellungen damit einhergehen. Während das Arbeiten mit aussortierten Textilien pädagogische Chancen eröffnet, können spezifische ästhetische Arrangements aber auch implizit vorhandene soziale Ordnungen stabilisieren. Entscheidend ist eine Praxis, die Macht‑, Ungleichheits‑ und Adressierungsstrukturen bewusst macht und unbestimmte ästhetische Erfahrungen zulässt, um transformative Aushandlungsprozesse zu entfalten.
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