Widerstand an den Rändern: Umweltgerechtigkeitskonflikte zwischen Zentrum und Peripherie

Autor/innen

  • Lea Rahman

DOI:

https://doi.org/10.17879/sun-2026-10444

Schlagworte:

Umweltgerechtigkeit, globale Produktionsnetzwerke, kapitalistische Naturaneignung, Zentrum-Peripherie

Abstract

Umweltgerechtigkeitskonflikte entstehen dort, wo kapitalistische Naturaneignung Lebensgrundlagen gefährdet und betroffene Gruppen diese Ungleichheiten politisieren. Der Artikel untersucht auf Grundlage einer prozessanalytischen Fallrekonstruktion in der Auslegung nach Pouliot zwei kontrastierende Fälle entlang globaler Produktionsnetzwerke: die North Mara Gold Mine in Tansania und die Tesla Gigafactory Berlin Brandenburg in Deutschland. Auf Grundlage dependenztheoretischer Ansätze und des Ansatzes globaler Produktionsnetzwerke werden beide Konflikte als Ausdruck derselben Dynamik kapitalistischer Naturaneignung analysiert, in der Profite transnational realisiert und ökologische wie soziale Kosten lokal externalisiert werden. Dabei unterscheiden sich die Handlungsspielräume sozialer Bewegungen entlang der Zentrum-Peripherie-Achse. Der Artikel argumentiert, dass lokale Umweltgerechtigkeitskonflikte entlang globaler Produktionsnetzwerke transnational aufeinander bezogen und vernetzt werden. Diese Vernetzung kann bestehenden Machtasymmetrien zwischen Zentrum und Peripherie partiell entgegenwirken, indem sie Zugang zu Öffentlichkeit, rechtlichen Arenen und Unterstützungsstrukturen eröffnet.

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Veröffentlicht

2026-10-29

Zitationsvorschlag

Rahman, L. (2026). Widerstand an den Rändern: Umweltgerechtigkeitskonflikte zwischen Zentrum und Peripherie. Soziologie Und Nachhaltigkeit, 12(4), 19–36. https://doi.org/10.17879/sun-2026-10444