Festpraktiken als temporäre Verräumlichungen einer sozial-ökologischen Transformation? Die Kulturelle Landpartie im Wendland aus geographisch-relationaler Perspektive

Autor/innen

  • Le-Lina Kettner

DOI:

https://doi.org/10.17879/sun-2026-9696

Schlagworte:

Politische Feste, sozial-ökologische Transformation, Praktikentheorie, relationale Geographie

Abstract

Gesellschaftliche Transformationen werden zunehmend in erlebnisorientierten, affizierenden Räumen verhandelt. Werden politische Anliegen im Rahmen eines Festes artikuliert, wird unmittelbar von Kommerzialisierung statt von politischer Partizipation gesprochen. Um diese Gegenüberstellung aufzubrechen, nimmt dieser Beitrag das Spannungsfeld von Aktivismus und Festivalisierung zum Ausgangspunkt. Entlang eines empirischen Beispiels stellt sich die Frage, wie die Gegenwart einer sozial-ökologischen Transformation durch festivalisierten Aktivismus erfahrbar wird. Mit einem praxeologischen Ansatz wird die Kulturelle Landpartie im Wendland (Niedersachsen) als temporäres, verräumlichtes Protestereignis begriffen, um mit qualitativen Methoden das Spannungsfeld zwischen Erlebnisorientierung, lokalem Umweltaktivismus und Kommerz herauszuarbeiten. Das untersuchte Fest macht Wachstumskritik, solidarische Sorgeinfrastrukturen und Gemeinschaft konsumierbar. Vergnügen und Protest schließen sich hierbei eben nicht aus, sondern forcieren gerade in ihrer Verschränkung vereinzelt Brüche mit kapitalistischen Produktionsverhältnissen und Entfremdung auf diesem Fest.

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Veröffentlicht

2026-06-03

Zitationsvorschlag

Kettner, L.-L. (2026). Festpraktiken als temporäre Verräumlichungen einer sozial-ökologischen Transformation? Die Kulturelle Landpartie im Wendland aus geographisch-relationaler Perspektive. Soziologie Und Nachhaltigkeit, 12(1), 125–141. https://doi.org/10.17879/sun-2026-9696