Civilising Violence against Animals? Process-Sociological Reflections on the Ambivalence of Personalisation and Objectification of Animals.

Autor/innen

  • Marcel Sebastian

DOI:

https://doi.org/10.17879/sun-2026-9944

Schlagworte:

human-animal relations, violence against animals, personalisation, objectification, civilisation, process sociology

Abstract

Die gesellschaftliche Aushandlung, Bewertung und Sanktionierung von Gewalt an Tieren variiert erheblich: Während einige Tiere weitgehend vor Gewalt geschützt sind und als Freunde/Freundinnen oder Familienmitglieder einen hohen sozialen Status besitzen, bleiben umfangreiche Gewaltpraktiken gegenüber anderen Tieren legal und normalisiert. Der Beitrag analysiert aus einer prozesssoziologischen Perspektive, wie sich der ambivalente Zivilisationsprozess von Gewalt an Tieren erklären lässt. Dafür werden die simultanen Prozesse zunehmender Personalisierung und Objektifizierung von Tieren analysiert. Personalisierte Tiere, wie etwa viele sogenannte Haustiere, werden als individuelle Subjekte hoher moralischer Relevanz betrachtet. Objektifizierung betrifft hingegen vor allem landwirtschaftlich genutzte Tiere, die weitgehend als austauschbare Objekte und Waren behandelt werden. Der Beitrag identifiziert zudem mehrere Faktoren, die dazu beitragen, dass die normative Unterscheidung zwischen personalisierten und objektifizierten Tieren zunehmend infrage gestellt wird. Diese Infragestellung selbst ist jedoch weiterhin stark umstritten und stößt neue gesellschaftliche Debatten über Gewalt an Tieren an.

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Veröffentlicht

2026-07-09

Zitationsvorschlag

Sebastian, M. (2026). Civilising Violence against Animals? Process-Sociological Reflections on the Ambivalence of Personalisation and Objectification of Animals. Soziologie Und Nachhaltigkeit, 12(2), 6–23. https://doi.org/10.17879/sun-2026-9944