Klimaresiliente Wasserversorgung zwischen Solidarität und Verantwortung: Zur Deutung einer kommunalen Wasserampel durch Jugendliche im ländlichen Raum
DOI:
https://doi.org/10.17879/sun-2026-10249Schlagworte:
Cultural Theory of Risk, Jugendliche im ländlichen Raum, Umweltkommunikation, klimaresiliente WasserversorgungAbstract
Der Beitrag untersucht, wie Jugendliche im ländlichen Raum eine „Wasserampel“ als Instrument der Umweltkommunikation wahrnehmen. Ausgangspunkt ist, dass Trockenperioden und lokale Wasserknappheit die kommunikative Dimension klimaresilienter Wasserversorgung aufwerten, bislang jedoch kaum erforscht ist, wie solche lokal verankerten Instrumente gedeutet werden – insbesondere durch Jugendliche. Empirische Grundlage sind zwei qualitative Erhebungen im Biosphärenreservat Rhön: ein World Café an einer Realschule und eine Gruppendiskussion an einem Gymnasium. Die Analyse stützt sich primär auf die Cultural Theory of Risk, um Bezugnahmen auf Verantwortung, Verbindlichkeit und Wirksamkeit als Deutungsmuster zu rekonstruieren. Ergänzend werden praxistheoretische, jugendsoziologische und sozialräumliche Perspektiven herangezogen. Der Beitrag zeigt, dass die Wasserampel aus der Perspektive Jugendlicher nicht nur als Informationsinstrument, sondern als sozial eingebettetes Angebot erscheint, dessen Plausibilität u.a. an Fairness und geteilte Verantwortung geknüpft ist. Damit leistet die Studie einen Beitrag zur Analyse kommunaler Klimaanpassung und ihrer Vermittlung im Alltag junger Menschen.
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